Was bedeutet OM?

OM ist ein Symbol, ein Mantra, ein universeller Klang. Was es bedeutet und wozu wir es nutzen können.

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Wenn du das erste mal in einer Yogaklasse mit Gleichgesinnten OM vor dich her brummst, kommst du dir wahrscheinlich etwas komisch vor. Das geht jedem so und ist total okay - es ist dein erstes mal! Mir ging es nicht anders und erst nach einer Weile habe ich mich einlassen können und dabei wohl gefühlt.

 

OM zu intonieren erzeugt im Körper Schwingungen und gelangt dadurch zu jeder einzelne Zelle. Das ist wie beim Singen; nur daß beim Intonieren dem OM noch mehr Bedeutung beigemessen wird als einer eingängigen Melodie oder einem Rhythmus.

 

Vor allem hat es - wie ich finde - eine befreiende und vereinende Wirkung. Denn jedesmal wenn ich mich auf die Matte begebe und OMme, fühle ich mich geerdet, beruhigt und mein Körper wird durch diese wohlige Vibration auf eine besondere Art neutralisiert. Ja sogar positiv aufgeladen. Eine unglaublich schöne Harmonie entsteht. Das OM verbindet mein Herz mit dem Verstand und dem Geist, so daß in mir Klarheit entsteht und Erkenntnis wächst. Vielleicht hilft das später für die Erleuchtung, ich weiß es noch nicht. Noch brumme ich, weil es mir gut tut.

In Wahrheit besteht das OM sogar aus drei Buchstaben und der Stille, die darauf folgt: aus AUM. AUM stammt aus dem Sanskrit. Im Latein gibt es auch den Begriff Omne, der bedeutet ALLES oder GANZ und vermittelt Allwissenheit, Allgegenwart und Allmächtigkeit.

 

A symbolisiert den Wachzustand (jagratea-avastha)

U den Traumzustand (svapna-avastha) und

M den traumlosen Schlafzustand (sushupta-avastha) von Bewußtsein & Geist.

 

Alle das zusammen symbolisiert den Zustand der alles verbindet und überschreitet: Samadhi (erleuchtet). 

 

Auch während meinen Schwangerschaften hatte ich immer das Gefühl, es tut dem wachsenden Leben in meinem Bauch gut und verbindet mich auf natürliche Weise mit meinem Kind.

 

Wenn du etwas geübt hast, wird das gemeinsame Intonieren mit Gleichgesinnten zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Schritt für Schritt

Magst du es einfach mal bei dir zu Hause ausprobieren?
Dann setze dich in einen aufrechten Schneidersitz (evtl. auf eine Decke, damit du wirklich aufrecht bist) oder auf einen Stuhl. Bring die rechten Fingerspitzen zum linken Schlüsselbein und lege die Handfläche dann ab. Gleiches umgekehrt mit der linken Hand, so dass sich die Unterarme vor deinem Brustkorb kreuzen. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und spüre die Bewegung des Brustkorbes mit den Handinnenflächen. Wenn du bereit bist, lass 3x mit der Ausatmung AUM (OM) entstehen und lausche in die Stille/Pause am Ende. Erlebe, wie dieser Klang deinen gesamten Körper durchströmt und spüre die Vibration in deinem Brustkorb mit den Händen. Spüre nach.

Für den Alltag kannst du dir immer wieder zwischendrin des Atems bewusst werden, ohne ihn zu verändern. Begleite dann ganz liebevoll das Einatmen und das Ausatmen mit einem langen OM.


Viel Freude damit.

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