Kurze Praxis zum Wochenende

Teil 1: Yoga Praxis 30 Minuten

Bild von Variation von Eka Pada Bakasana
Variation von Eka Pada Bakasana

Yoga zu Hause macht am meisten Spaß, wenn wir Zeit haben und einfach die Matte ausrollen, in uns hineinspüren und schauen, wie sich die Praxis intuitiv entwickelt und aufbaut. (So geht es mir zumindest.) Spielerisch, ohne Dogma. Dabei ist der Atem unser wichtigster Anker. Er bewegt sich ruhig und gleichmäßig durch den Körper hindurch & er bleibt während der gesamten Praxis unser Fokus.

 

Manchmal ist etwas Abwechslung und Input von außen dennoch hilfreich. Dazu möchte ich dir heute eine kurze bebilderte Hilfestellung für vertraute und (vielleicht auch) neue Yoga-Haltungen geben.

 

Kombinierst du diese Übungen mit dem Sonnengruß zu Beginn, kommst du auf etwa 30 Minuten - perfekt also, um in ein entspanntes Wochenende zu starten.

Warum es sich lohnt, mit einem Stuhl zu üben

Das Üben mit dem Stuhl gibt uns Gelegenheit, bekannte Haltungen völlig neuartig kennen zu lernen. Auch haben wir die Möglichkeit, uns an bisher unerreichte (komplexere) Übungen langsam und sicher heranzutasten.

 

In einem Yogastudio würden wir das mit einem speziellen, stabilen "Yoga-Klappstuhl" üben. Dieser wird vor allem im Iyengar-Yoga zum (therapeutischen) Üben verwendet. Wahrscheinlich hast du so einen speziellen Stuhl nicht zu Hause, aber mach dir deshalb keinen Kopf. Du kannst es auch mit einem anderen ausprobieren. Auf den Fotos hier habe ich bewusst einen ganz normalen Stuhl benutzt. Wichtig zu beachten wäre hierbei nur, dass der Stuhl stabil ist und du deine Beine beim Sitzen 90 Grad anwinkeln kannst. Die Sitzfläche sollte eher fest als weich sein. An besten ein Modell ohne Armlehne.

 

Mit Hilfe des Stuhls kannst du bekannte Übungen wahrscheinlich besser ausführen, sie länger halten und die Asana genau und tiefgründig erforschen. Ausrichtung, Stabilität und Präzision werden verbessert. Damit lernen wir, in herausfordernden Haltungen relaxed zu bleiben.  

 

Dennoch sollten wir keine Abhängigkeit zu den sogenannten "Props" (Hilfsmitteln) entwickeln, denn sie sind auch nur Mittel zum Zweck. Viel eher könnten wir dies zum Anlass nehmen, uns achtsamer unserem Körper zuzuwenden und jede Haltung in seiner Fülle zu erfahren. Viel Spaß dabei!

Bring mit diesen 6 YogaÜbungen frischen Wind in deine Praxis

Foto: 6 Yogaübungen mit Stuhl
Bring mit diesen 6 Yogaübungen frischen Wind in deine Praxis

6er Bildreihe von links oben nach rechts unten:

 

  1. Variante von Parsvottanasana: diese Vorwährtsbeuge streckt wunderbar die Beinrückseiten. Am besten versuchst du, den Rücken lang zu lassen und bewußt die Hüfte des oberen Beines zurück zu ziehen.
  2. Twist im Sitzen: in dieser wunderbare Variante bleibt das Becken gerade, die Füße stehen hüftweit und die Brustwirbelsäule kann sich drehen. Brustbein hebt.
  3. Variante von Parivritta Parshvakonasana: du kannst dich total auf die intensive Drehung der Brustwirbelsäule konzentrieren und auch die Bodenhaftung bewahren.
  4. Variante von Eka Pada Bakasana: "die einbeinige Krähe" ist für viele von uns eine sehr schwierige Haltung, weil wir uns dabei auf so viele Dinge gleichzeitig konzentrieren müssen. In dieser Variation kannst du die Haltung sicher erfahren und dich langsam herantasten.
  5. Variation von Adho Mukha Svanasana: immer wieder gut, auch um einen Ausgleich zu den vorangegangen Übungen zu schaffen
  6. Variation von Utkatasana: mit hüftweiten Füßen und sitzend für jeden eine interessante Variation

 

Wenn du am morgen übst, würde ich die Praxis mit einer Meditation abschließen. Gern kannst du aber auch in Shavasana beenden.

6er Bildreihe von links oben nach rechts unten:

 

  1. Variante von Parsvottanasana: diese Vorwährtsbeuge streckt wunderbar die Beinrückseiten. Am besten versuchst du, den Rücken lang zu lassen und bewußt die Hüfte des oberen Beines zurück zu ziehen.
  2. Twist im Sitzen: in dieser wunderbare Variante bleibt das Becken gerade, die Füße stehen hüftweit und die Brustwirbelsäule kann sich drehen. Brustbein hebt.
  3. Variante von Parivritta Parshvakonasana: du kannst dich total auf die intensive Drehung der Brustwirbelsäule konzentrieren und auch die Bodenhaftung bewahren.
  4. Variante von Eka Pada Bakasana: "die einbeinige Krähe" ist für viele von uns eine sehr schwierige Haltung, bei der wir uns auf viele Dinge gleichzeitig konzentrieren müssen. In dieser Variation kannst du die Haltung sicher erfahren und dich langsam herantasten.
  5. Variation von Adho Mukha Svanasana: immer wieder gut, auch um einen Ausgleich zu den vorangegangen Übungen zu schaffen
  6. Variation von Utkatasana: mit hüftweiten Füßen und sitzend für jeden eine interessante Variation

 

Wenn du am morgen übst, würde ich die Praxis mit einer Meditation abschließen. Gern kannst du aber auch in Shavasana beenden.

Komm gern zu meinem Unterricht, besuche eines meiner Retreats oder schreib mir, wenn du mehr wissen willst.

Jeder übt für sich und auf eigene Verantwortung. Die Signale des Körpers akzeptieren ist Teil der Praxis - eine Pause ist jederzeit möglich. Achtsamkeit ist der beste Ratgeber. Meine Tipps ersetzen nicht den kompetenten Yogalehrer deines Vertrauens oder den Gang zum Arzt, sondern dienen als Hilfestellung für deine Praxis zu Hause.

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