Detox, Fasten & Co

Fastenzeit: Bewußter Verzicht leicht gemacht

Meine Gedanken zum Thema Fasten - Völlig wertfrei

In unserer Gesellschaft leben die meisten von uns im Überfluss und sind permanent damit beschäftigt, Dinge anzuhäufen. Es gibt von allem ein Überangebot und vieles ist permanent verfügbar. So könnte die Fastenzeit für uns eine gute Gelegenheit zur Entsagung sein. Gesundheitliche Gründe dafür gibt es genug und man fühlt sich dabei am Ende des Tages leichter und zufriedener.

 

Eine gute Zeit, um den Versuch zu starten, lieb gewonnene Gewohnheiten - die vielleicht nicht allzu gut tun - zu ändern. Loslassen ist daher mal wieder die ganz große Devise, die hierbei mehr Energie schenkt. Sowohl körperlich als auch mental.

 

 

 

42-Tage-Challenge aus yogischer Sicht

Von Aschermittwoch bis Gründonnerstag (in diesem Jahr 06.03.-18.04.) sind es nur 42 Tage. Mach deine ganz persönliche 42-Tage-Challenge daraus.

 

Aus yogischer Sicht geht es hierbei nicht darum, eine bestimmte Yogahaltung zu meistern oder die Bikinifigur wieder herzustellen. Es geht eher darum, die Niyamas - Regeln im Umgang mit uns selbst - zu beachten. Eines dieser 5 Niyamas heißt Tapas. Gemeint sind damit leider nicht die leckeren spanischen Tapas von der Bar nebenan, sondern die Disziplin oder die Ausdauer, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das Einhalten von Regeln hilft uns, fokussiert und konzentriert zu bleiben. Der Bonus hierfür sind neue Energie und vor allem ein starker Geist.

 

Meditation und Pranayama können besonders in dieser Zeit eine hilfreiche Unterstützung sein.

 

Detox für Körper, Geist & Seele

Den Körper entgiften kannst du mit entsprechenden Yogaübungen (Matsyendrasena oder Parivritta Parshvakonasana) und Morgen-Ritualen (Nauli & Kappalabati Pranayama). Es ist sehr wahrscheinlich sein, daß du bei Nahrungsverzicht einen Gewichtsverlust erleben wirst. Das sollte jedoch nicht das Ziel sein, denn dann ist der weit verbreitete Jojo-Effekt leider vorprogrammiert und die Pfunde gelangen danach ganz langsam wieder auf deine Hüften.

 

Viel wichtiger ist Achtsamkeit unseren Ess- und Lebensgewohnheiten gegenüber. Kannst du dem Körper helfen, Giftstoffe loszuwerden oder ihm zumindest keine weiteren in diesem Zeitraum zuführen? Gelingt es, alten Ballast über Bord zu werfen oder negative Gedanken loszulassen?

 

Möglichkeiten zum Fasten

 

Die Möglichkeiten sind mittlerweile gefühlt unbegrenzt. Es gibt viele und wenn du etwas ergänzen würdest, lass es mich gerne wissen. Hier für heute meine Favoriten zum Thema Verzicht in der Fastenzeit mit interessanten Links zum weiterlesen: 

Fastenvarianten:

  • Heilfasten, so richtig... ohne feste Nahrung
  • Saftfasten
  • 16/8: innerhalb von 16 Stunden essen und dann dem Organismus 8 Stunden Pause gönnen
  • 5/2: 5 Tage die Woche normal essen, 2 Tage frei einteilbar fasten
  • FX-Mayr-Kur

Weitere Möglichkeiten finde ich sehr reizvoll - wie gesagt, es sind nur 42 Tage!:

Wie halte ich das durch?

Den Körper entlasten, den Kopf frei machen oder den Planeten unterstützen? Du tust in jedem Fall etwas Gutes!

 

Egal, wofür du dich entscheidest, du solltest dir vorher einen Moment überlegen, warum du Fasten möchtest. Am besten machst du dir dazu ein paar Notizen und hängst diese in der Küche (oder an einen Ort, an dem du es immer vor Augen hast) auf. Gute Gründe könnten sein:

  • ich möchte meinem Körper entlasten
  • ich möchte mich wohler fühlen
  • ich möchte nicht jeden morgen mit einem Kater aufwachen ;-)

Das schwarz auf weiß hilft dir besonders an Tagen, an denen du in Versuchung geraten könntest oder die Motivation gerade etwas den Bach runtergeht. Notiere dir am besten auch noch dazu, was du alternativ tun könntest, anstelle des "Lasters". Also:

  • statt Schokolade einen Apfel essen
  • statt Shoppen eine Runde im Park spazieren gehen
  • statt Plastikflasche zur Glasflasche greifen

Manchmal sind wir einfach so festgefahren, daß wir in Stressmomenten in alte Muster verfallen und Veränderungen in solchen Situationen schwer fallen. Ein Versuch ist es dennoch wert. Außerdem sorgt es für neuen Gesprächsstoff im Job, bei Freunden und Familie. Und wer weiß, vielleicht motivierst du noch jemanden, dabei mitzumachen. So könnt ihr euch gegenseitig unterstützen. Bist du auch dabei? Ich würde es gerne wissen.

 

Dein Geist ist wie ein Fallschirm: Er funktioniert nur, wenn er offen ist (Frank Zappa)

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